Ende Januar 2026 veranstaltete der Oberste Volksgerichtshof der Volksrepublik China (中华人民共和国最高人民法院) das jährliche Richterforum unter dem Motto „Digitale Stärkung zur Verbesserung der Justizqualität“. Diese Zusammenkunft war weit mehr als eine Routineveranstaltung; sie war ein deutliches Signal für einen tiefgreifenden Wandel: die umfassende Integration künstlicher Intelligenz (KI) in die Justiz. Landesweit werden KI-gestützte Systeme eingeführt, von den Gerichten erster Instanz bis hin zum Obersten Volksgerichtshof selbst, und verändern die chinesische Justizlandschaft grundlegend. Während die Medien dies oft als die Einführung eines „digitalen Richters“ dramatisieren, ist die Realität eine differenziertere, aber ebenso revolutionäre Implementierung von KI als kognitiver Partner im Gerichtssaal. Die zentrale Frage ist nicht, ob KI Richter ersetzen wird – eine Möglichkeit, die der Oberste Volksgerichtshof ausdrücklich zurückweist –, sondern vielmehr, wie die Synergie zwischen menschlichen Richtern und maschineller Intelligenz die Definition von richterlicher Fairness und Effizienz selbst neu gestaltet.
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Original Artikel in Englisher Sprache.